Bezahlt wird nicht!
Schauspiel

Bezahlt wird nicht!

Inhalt

Zum 100. Geburtstag des Nobelpreisträgers Dario Fo

Alles wird teurer. Die Mieten steigen, die Energiekosten gehen durch die Decke, Entlassungen bedrohen die Bevölkerung. Die freche Antonia und ihre Freundin Margerita können nicht einmal mehr den ganz normalen Einkauf stemmen. Da beschließen sie gemeinsam mit den Frauen des Viertels, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen, sondern sich zur Wehr zu setzen. ‚Bezahlt wird nicht!‘ lautet ihr Credo, unter dem sie kurzerhand anfangen, die Supermärkte zu plündern. Um nicht aufzufliegen, führen sie mit aberwitzigen Flunkereien sowohl ihre Ehemänner, als auch die Behörden hinters Licht. Dario Fo hat vor 50 Jahren dieses irrwitzig komische Stück vorgelegt, das turbulent und mit beißendem Humor die Missstände anprangert, die heute wieder zu herrschen scheinen.

von Dario Fo und Franca Rame

Deutsch von Peter O. Chotjewitz

Regie
Sebastian Wirnitzer

Ausstattung
Wiebke Horn

Bezahlt wird nicht!
Spieldauer:
2 h, ohne Pause

Besetzung

Vorstellungen

26Sa
Sep 2026
19:30 Uhr
Neue Bühne Quedlinburg

Bezahlt wird nicht!

Wiederaufnahme
02Fr
Okt 2026
10:10 Uhr
Kammerbühne Halberstadt
11So
Okt 2026
15:00 Uhr
Kammerbühne Halberstadt
18So
Okt 2026
15:00 Uhr
Neue Bühne Quedlinburg
01So
Nov 2026
15:00 Uhr
Kammerbühne Halberstadt
22Fr
Jan 2027
19:30 Uhr
Kammerbühne Halberstadt
06Sa
Feb 2027
19:30 Uhr
Neue Bühne Quedlinburg
05Fr
Mär 2027
19:30 Uhr
Kammerbühne Halberstadt
28So
Mär 2027
15:00 Uhr
Neue Bühne Quedlinburg

Bezahlt wird nicht!

Letzte Vorstellung
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!
  • Bezahlt wird nicht!

Stimmen

Uwe Kraus // Mitteldeutsche Zeitung

[…] Die Revolte, die durch die fünf Akteure des heimischen Schauspielensembles gespiegelt wird, dringt wie durch ein geöffnetes Küchenfenster aus der Realität des Straßenkampfes ins keineswegs politikfreie Private. […] Der 100. Geburtstag des Nobelpreisträgers Fo gibt den Anlass, dass die einst viel gespielte Farce nun von Sebastian Wirnitzer am Harztheater inszeniert wird. Da leben südländische Volkstheater-Tradition wie klassenkämpferisches Engagement wieder auf. Die Intentionen des Inszenierungsteams tendieren bei der Wahl zwischen Sozialdrama mit moralischem Anstrich und richtig guter Komödie zu Letzterem. […] Wiebke Horn, die schon lange Jahre dem Quedlinburger Haus verbunden ist, schafft eine veritable Ausstattung „Marke Proleten-Küche“ mit Gasherd, Tisch, Campingbett und einem Schrank als Rückzugstraum. Die italienische Flagge bildet den Vorhang für die Bühne, immer wieder klingen südländische Weisen während des rund zweistündigen aberwitzigen Geschehens. […] Regisseur Wirnitzer, der wohl in jeder Saison ein Stück mit dem Ensemble des Harztheater-Schauspiel inszeniert, setzt bei Fos Vorlage nicht auf große Aktualisierungen, das Publikum soll seine eigenen Schlüsse ziehen. Denn die Parallelen zwischen der Ölkrise-Zeit vor reichlich 50 Jahren und der täglichen Realität zwischen Discounter-Kasse und Zapfpistole kann man nicht übersehen. [...]

Gunnar Decker // Deutsche Bühne

...Jagt hier eine absurde Szene die andere? Nein. In der Regie von Sebastian Wirnitzer bleibt es eher albern, ein harmloser Schwank. So hat der Abend eine allzu bemühte Überdrehtheit. Komödie aber lebt von Timing. Zumal sollte, wer lustig sein will, den Mut zu Minimalismus und Traurigkeit haben. Witz ohne Abgrund scheint trivial. Ein Zuschauer sprach in der Pause das böse Wort Klamauk aus – und hat damit wohl nicht unrecht....

Wolfgang Schilling // Neue Wernigeröder Zeitung

...Wenn es nicht einen so bitteren realen sozialen Hintergrund gäbe, man könnte sich ausschütten vor Lachen. Die Momente, in denen der agitatorische Giovanni (Jan Saure) im Zwiespalt zwischen Redlichkeit, Staatstreue und Revolution schwankt, halten sich in Grenzen. Dagegen dominieren Wut und überschnappende Raserei dieses Stück, in dem ob der stets ständig verqueren Konstellationen das Publikum von reichlich Lachsalven geschüttelt wird…